«Au dinne Schbäddzla gäbad an broida Arsch!» So spricht der schwäbische Volksmund und beweist damit seine lebenspraktische Weisheit. Dass die Zubereitung der Linsen hier wenig schwäbisch ganz ohne Mehlschwitze und folglich mit geringerem Risiko rückwärtiger Verbreiterung daher kommt, wird dabei geflissentlich übersehen.
Leisa
- 250 g Alb-Linsen
- 4-6 grosse Karotten
- 1-3 Stangen Staudensellerie
- Olivenöl
- 1/2 Brühwürfel
- Kardamom (Samen von 1 Kapsel), 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Koriandersamen im Mörser gemahlen
- Pfeffer
- Salz
Karotten waschen, schälen und klein schneiden
Staudensellerie waschen und klein schneiden
Gemüse und Gewürze in Olivenöl andünsten.
Mit 1 Liter Wasser ablöschen.
Linsen beigeben.
Aufkochen und bei kleiner Hitze köcheln lassen.
Wenn das Gemüse und die Linsen fast gar sind, den Brühwürfel zugeben und mit Pfeffer Salz abschmecken.
Fertig garen bis der gewünschte Biss bzw. die gewünschte «Schlotzigkeit» fast erreicht ist.
Spätzle
Obschon nur ganz wenige Zutaten verwendet werden, gibt es ganz verschiedene Rezepte für Spätzle. Sie unterscheiden sich im Mengenverhältnis der Zutaten, das ausgerichtet ist auf individuelle Vorlieben, Familientradition und auf die beabsichtigte Art der Herstellung (geschabt, gepresst, gehobelt).
- 400-500 g Mehl (Spätzlesmehl oder Typ 550)
- 4-5 Eier
- 80 -100 ml Wasser
- 1 Prise Salz
oder nur mit Eiern als flüssige Zutat:
- 400 g Mehl (Spätzlesmehl oder Typ 550)
- 8 Eier
- 1 Prise Salz
Mehl und Eier gut mischen und rühren, bis der Teig Blasen wirft.
Puristen machen das mit der Hand direkt im Teig oder verwenden allenfalls eine Rührkelle.
Pragmatiker und Neigschmeckte (also alle, die nicht mehrere Generationen schwäbische Vorfahren vorzuweisen haben 😉 ) nehmen dazu ein Handrührgerät und riskieren, dafür als «faul» bezeichnet zu werden.
Der Teig sollte langsam und zäh von einer Kelle fließen ohne zu reißen, dann stimmt die Konsistenz.
Ist der Teig zu dick, gibt man Flüssigkeit zu, also Ei, Milch oder Wasser.
Ist der Teig zu dünn, gibt man Mehl dazu.
Teig mindestens eine Viertelstunde ruhen lassen. Dabei wird er etwas fester und geschmeidiger.
In einem grossen Topf Wasser zum Kochen bringen und reichlich salzen.
Spätzlesteig durch eine Spätzlespresse pressen, mit einem Spätzleshobel hobeln oder mit einem Schaber oder Messer auf einem Holzbrett schaben (s. folgende Anleitung).
Wenn sie aufschwimmen, die Spätzle noch kurz ziehen lassen, dann mit einer Schaumkelle abschöpfen.
In einer Schüssel warmhalten, bis alle Spätzle fertig sind.
Tipps:
- Dazu werden traditionell Saitenwürstle (Wiener Würstchen) gegessen.
- Wer weniger G’schäft möchte: Spätzle aus der Tüte sind auch nicht schlecht … (die gibt es auch vegan)
- Spätzle lassen sich gut vorbereiten und dann in der Pfanne anbraten oder im kochenden Wasser oder der Mikrowelle sehr schnell aufwärmen.