Hat der Schweizer erst mal begriffen, dass hier kein Emmentaler mit Schlagrahm zu befürchten ist, dann kann er von dieser cremig-leichten Quarktorte nicht mehr lassen. Sie ist ja auch dermassen verführerisch wandelbar mit Früchtchen aller Art.
Zutaten für eine Form mit 26 cm Durchmesser
- 9 Eier
- 450 g Zucker
- 150 g Mehl
- 50 g Maisstärke (Mondamin oder Maizena)
- 2 Prisen Salz
- 10 Blatt weisse Gelatine
- 2 Teelöffel Backpulver
- 1 kg Magerquark
- 500 ml Sahne
- 1 unbehandelte Zitrone
- Puderzucker
Biskuit
5 Eier trennen.
Eiweiß mit 3-4 Esslöffel Wasser steif schlagen.
Nach und nach 250 g Zucker und 1 Prise Salz dazugeben
Weiter steif schlagen.
Eigelb unterheben.
Das Mehl, die Maisstärke (Maizena oder Mondamin) und das Backpulver mischen.
Das Gemisch nach und nach zur Masse sieben und locker unterheben.
Teig in die Form geben
Backofen auf 180° vorheizen.
35-40 Minuten in der Ofenmitte bei 180° backen.
Herausnehmen, leicht abkühlen lassen, aus der Form lösen.
Auf Kuchengitter auskühlen lassen.
Käse-Sahne-Creme
10 Blätter Gelatine einzeln (damit sie nicht zusammenkleben) in eine Schüssel kaltes Wasser tauchen.
Etwa 10 Minuten einweichen.
200 g Zucker, 4 Eigelb in einer grossen Schüssel schaumig rühren, bis die Masse hell wird und sich der Zucker vollständig gelöst hat.
Den Magerquark, die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone und eine Prise Salz dazugeben.
Gut verrühren.
Die Gelatine tropfnass in einen Topf geben und bei sehr geringer Hitze auflösen. (Die Gelatine darf keinesfalls kochen, da sie sonst nicht mehr geliert.)
5 Esslöffel der Quarkmasse nach und nach unter die aufgelöste Gelatine rühren.
Dieses Gemisch zur übrigen Quarkmasse in der Schüssel geben und dabei ständig rühren.
Kühl stellen, bis die Masse beginnt, dicklich zu werden. Das dauert etwa 1/2 bis 1 Stunde.
Die Sahne steif schlagen.
Unter die Quarkmasse zu heben.
Torte bauen
Biskuit zweimal waagrecht durchschneiden, so dass drei etwa gleich dicke Scheiben entstehen.
Tortenring am Biskuitboden anlegen. Ring allenfalls gegen unbeabsichtigtes Aufgehen fixieren.
Käse-Sahne-Creme auf den Biskuitboden giessen und glatt streichen.
Biskuitdeckel daraufsetzen.
Im Kühlschrank mindestens 6 Stunden gut durchkühlen lassen.
Besser noch: am Vortag zubereiten.
Vor dem Servieren die Torte ganz fein mit wenig Puderzucker bestäuben.
Der aufmerksame Tortenbauer bemerkt an dieser Stelle, dass die mittlere Scheibe des Biskuits noch übrig ist – und freut sich. Denn diese lässt sich hervorragend anders verwenden. Etwa indem man das vermeintlich überzählige Stück mit Schlagsahne und Erdbeeren belegt. So hat man was, bis die Käsesahne durchgekühlt ist.
Hallo Frau Bucher,
werde die Torte zum nächsten Wochenende zum 90. Geburtstag meiner Schwiegermutter backen. Haben Sie noch einen Tipp, damit es keine „Gummibärle“ in der Käse-Sahne-Creme gibt.
Liebe Grüße T. Sirl
Liebe Frau Sirl,
Gummibärle sind ja wirklich das Allerletzte, was man in der Käsesahne haben will 🙂
Das Wichtigste, um Gelatineklumpen zu vermeiden ist, dass die Creme-Masse zur aufgelösten Gelatine kommt – nicht umgekehrt. Dann kann eigentlich nichts Gummibärenartiges mehr passieren.
Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen (daran besteht kein Zweifel!) und fühlen uns geehrt, dass zu diesem hohen Fest „unsere“ Torte kredenzt wird!
Ganz liebe Grüße,
Marlies und Peter Bucher